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Die eröffnende Podiumsdiskussion erwies sich als Gesprächsrunde auf gleicher Augenhöhe. Photo: Spotshot Photographix Der erste unterfrankenweite Musikertreff, der am vergangenen Samstag im Vereinsheim der Musikinitiative Hammelburg e.V. stattfand, war ein voller Erfolg
"Geht raus, spielt sooft ihr könnt und haltet Augen und Ohren offen!”, so der letzte Tipp, den Peter Adler, erster Vorstand der Würzburger Rockgemeinschaft (WüRg) und zweiter Vorstand der IG-Rock Unterfranken e.V., den zahlreich erschienenen Bands am letzten Wochenende mit auf den Weg gab. Denn als langjähriger Musiker weiß er nur zu gut, dass es neben dem Zusammenspiel an sich auch besonders darauf ankommt, Kontakte in der Musikszene zu knüpfen und sich geschickt zu präsentieren. Gerade diese beiden Punkte hatten sich die Organisatoren des IG Rock Szenetalks vorgenommen. Und so überzeugten sie nicht nur durch aufschlussreiche Workshops, sondern auch durch Gesprächsrunden, die manch Einblick in die persönlichen Erfahrungen mit dem Musikgeschäft gewährten.
Im Gespräch mit Peter Adler. Er zeigte sich begeistert vom Engagement der unterfränkischen Musikinitiativen. Photo: N. Oppelt Am Anfang der Veranstaltung stand wohl großes Staunen, denn mit solch einem regen Interesse an diesem “Versuchsprojekt” IG Rock Szenetalk hatten die Veranstalter nicht gerechnet. So konnten Christof Hirt, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Bayerischer Musikinitiativen e.V. (ABMI), Peter Näder, Popularmusikbeauftragter des Bezirks Unterfranken, Werner Mahr, erster Vorstand der IG Rock Unterfranken e.V., Peter Adler, erster Vorstand der Würzburger Rockgemeinschaft, und Dieter Simon, Rockverband Schweinfurt, zur eröffnenden Podiumsdiskussion nicht nur Hammelburger, sondern auch Schweinfurter und Würzburger Musiker im Wasserhaus begrüßen. Bei dieser Gelegenheit stellte Peter Näder neben einigen Anekdoten aus seiner eigenen Vergangenheit als aktiver Musiker auch das Jahresprogramm des Projekts “Mainpop” vor, das mit seinen zahlreichen Angeboten für eine effiziente Förderung der Popularmusik auf allen Ebenen steht. Ihm folgten Michael Wehner und Michael Hauck, die zusammen mit den Teilnehmern anhand einiger Beispiele vermeidbare Schwächen von Musikvideo-Aufnahmen herausarbeiteten, aber auch Tipps gaben, wie mit einem geringen Budget zufriedenstellende Ergebnisse erzielt werden können. Möglichkeiten aufzeigen – aber auf gleicher Augenhöhe
Burkhard Fenn nahm an seinem angestammten Instrument Platz. Photo: N. Oppelt Doch standen im Laufe des Tages nicht nur Theorie, sondern auch praxisorientierte Workshops auf dem Plan. So vermittelte Markus Schneider bei seinem Technikseminar grundlegendes Wissen über den richtigen Aufbau einer Backline sowie zusammen mit Stephan Meurer Basiskenntnisse über die Einstellungen des Sounds und den Umgang mit Mikrophonen und Mischpulten. Burkhard Fenn und Kilian Brand widmeten sich dagegen dem Probeverhalten, Aufnahmemöglichkeiten im Proberaum mit dem Ziel musikalische Schwächen zu erkennen und letztendlich auch der Vorbereitung auf die Arbeit im Tonstudio. “Wir haben Möglichkeiten aufgezeigt, wie man auch mit begrenzten Mitteln viel erreichen kann – aber auf gleicher Augenhöhe”, erklärt Burkhard Fenn, der - genauso wie die restlichen Dozenten - die Teilnehmer dadurch auf ihre ersten Schritte in Richtung Semi-Professionalität vorbereiten wollte. -

Großes Interesse auf Seiten der Teilnehmer - auch trotz langatmiger Workshops hochkonzentriert und motiviert. Photo: Spotshot Photographix Dieses Ziel scheint ihnen doch recht gut gelungen zu sein. “Der Szenetalk war wirklich eine gute Sache, denn es bot sich die Möglichkeit auch einmal über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen. Ich hoffe, dass so etwas nächstes Jahr wieder klappt”, so das Resümee einiger Besucher. Doch ein zweites unterfränkisches Musikertreffen ist anscheinend wirklich nicht auszuschließen, denn nicht nur die Gäste, sondern auch die Dozenten selber gaben sich mehr als überrascht: “Das Interesse der Musiker war wirklich immens, auch angesichts der Tatsache, dass die einzelnen Workshops doch etwas langatmig waren. Trotzdem waren alle hochkonzentriert und auch motiviert”, freute sich Peter Adler über die tolle Resonanz. Seine Anerkennung gelte aber auch den ehrenamtlichen Helfern, die in den unterfränkischen Musikinitiativen zahlreich zur Stelle seien und diese durch ihren Idealismus vorantreiben würden. Nur so sei ein solches Projekt wie der IG Rock Szenetalk möglich gewesen und vielleicht auch noch einmal möglich. Am Ende des Abends konnten die Teilnehmer dann live unter Beweis stellen, wofür sie sich einsetzen. Im Rahmen einer so genannten “Open Stage” hatten alle Musiker die Möglichkeit einen kurzen Einblick in ihr Schaffen zu geben. Und erneut zeigte sich: Hier in Unterfranken steckt viel Potential.
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