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Am 30. Mai heißt es mit vier Bands auf zum „Indie-Clash“ im Wasserhaus
Wenige Wochen nach dem fünfjährigen Wasserhaus-Jubiläum, das am 30. April gemeinsam mit der Fuldaer Reggae-Band „Mighty Vibez“ ausgelassen gefeiert wurde, wartet die Musikinitiative Hammelburg e.V. bereits mit dem nächsten großen Konzertabend auf. Diesmal steht dieser ganz und gar nicht im Zeichen von „good vibrations“. Nein, ein wahrhafter „Indie-Clash“ mit insgesamt vier Bands verspricht für ordentlich Klang-Variationen der etwas härteren Art zu sorgen. 
“Godzilla was a friend of mine” überzeugen mit selbstkreierten Songs. Photo: GWAFM
Vertraute Gesichter treffen dabei auf „frisches Blut“: Die Hammelburger von „Godzilla was a friend of mine“ laden sich nämlich gemeinsam mit der ebenfalls aus heimischen Gefilden stammenden Truppe „Mustache Madness“ zwei weit gereiste Bands namens „We fade to grey“ aus München/Mühldorf und „The Audience“ aus Hersbruck ein. Zum „Vierer-Trupp“ gebündelt haben sie sich vorgenommen dem Publikum handgemachte Soundwände unterschiedlichster Couleur zu präsentieren. Dass es dabei in der Tat äußerst vielfältig zu gehen wird, verspricht schon ein erster Blick auf das, was die Musikfreunde der Region erwarten wird.
Denn „Obacht, obacht!“ rufen die Herren von „We fade to grey“ ihren Zuhörern in weiser Voraussicht zu. Und diese Warnung scheint berechtigt. Immerhin spielen sie nach eigenen Angaben „mitreißenden Postpunk mit Ecken und Kanten“. Das Trio, das zwar hinsichtlich des Bandnamens von der bekannten New Wave-Band „Visage“ aus London beeinflusst wurde, doch im Weiteren herzlich wenig mit ihnen gemein hat, schielt eher auf „North of America“ oder „Monochrome“. Constantin, Manuel und Julian sind erst seit ein paar Monaten in dieser Besetzung aktiv. Doch ihre privat so unterschiedlichen Stilrichtungen vereinen sie auf der Bühne gekonnt zu einem nicht ganz runden Ganzen, gespickt mit eingängigen Pop-Elementen und Texten, die von „ihrem eigenen Ding“ erzählen. Ihre Welt wird ergänzt durch „präzise und detailreich arrangierte Songs aus dem Britpop-Postrock- und New-Wave-Spektrum“ von „The Audience“ aus Hersbruck. VISIONS.de zeigte sich von den fünf Indierockern schon mal begeistert. Aufgeregt pulsierende Bässe, schneidende Gitarren und eine entfesselte Orgel, das sind ihre Stärken, mit denen sie dann auch das Wasserhaus in Atem halten werden. Bernd, Michael, Sebastian, Johannes und Florian „tanzen im Auge des Sturms“. Zusammen kreieren sie ein „entfesseltes, polymorphes Potpourri aus Rock, Punk, Garage und New-Wave-Fragmenten“. „The Audience sind eine dieser Bands, die einen mit ihrer Energie umhauen, wenn man sie das erste Mal sieht“, schreiben die Freiburger Redakteure der Plattform fudder.de. Konkret bedeutet das: „energetische Lieder, die ins Ohr gehen, aber trotzdem eine gewissen Vertracktheit haben“.
Alles andere als stumpfe Partymusik
“Mustache Madness”: Seit Anfang 2008 aktiv, doch auf ganz und gar nicht “eingefahrenen Linien” unterwegs. Photo: Mustache Madness Mathias, Christoph, Simon sowie Flo und Manuel schlagen da wohl in eine ähnliche Kerbe. Die “Freunde des Monsters” wollen nur eins: Menschen hier und anderswo mit ihrem einzigartigen Sound begeistern. Als “Godzilla was a friend of mine” haben sie sich seit ihrer Gründung im Jahr 2006 einzig mit selbstkreierten Songs, die in mühevoller und äußerst kreativer Kleinarbeit im heimischen Probenkeller das Licht der Welt erblicken, einen Namen machen können. Doch Schubladendenken kommt bei den Jungs, deren Maskottchen eher niedlich als bösartig wirkt, gar nicht erst auf. Von Biffy Clyro bis Tool und Radiohead ist alles dabei, wenn es darum geht, das Sammelsurium an Gedanken und Ideen in einem Song auf den Punkt zu bringen. Und so ist das Ergebnis, das diese Musiker hervorzubringen suchen, alles andere als stumpfe Partymusik ohne Tiefgang. “Musikalischer Einheitsbrei” findet sich bei den vierten im Bunde ebenfalls nicht. “Mustache Madness”, die erst seit Januar 2008 die Gegend rund um Hammelburg bereichern, verfolgen mit ihrer Mischung, die von elektronischer Musik über Rock bis Jazz reicht, sicherlich keine “eingefahrene Linie”. Philipp, Gregory, Mario, Maximilian und Sebastian gaben erst im vergangenen November ihr Debüt-Konzert im Wasserhaus. Und selbst, wenn sie in diesem Zusammenhang nicht ganz so ernst gemeinte Idole wie George Michael oder Britney Spears angeben, können diese jungen Musiker durchaus für voll genommen werden. Erst im März konnten sie die “First Act Night” im Schweinfurter Stattbahnhof für sich entscheiden. “So muss es weitergehen”, sind sie sich sicher. Die nächste Gelegenheit hierzu bietet sich schon am 30. Mai ab 20.00 Uhr im Wasserhaus der Musikinitiative Hammelburg e.V. Text: Nicole Oppelt / Sandra Schmelz
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