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Die Musikinitiative Hammelburg e.V. begleitet die Adventszeit mit einer besinnlichen Unplugged-Reihe
Wenn draußen die ersten Schneeflocken fallen, in den Tassen der Glühwein dampft und sich die Menschen langsam auf die Heilige Nacht einstimmen, wird es auch vor den Toren Hammelburgs allmählich ruhiger und beschaulich. Nach dem letzten großen Konzert, das mit lautstarkem Punkrock noch einmal alles von seinen Gästen abverlangte, stehen die Zeichen jetzt auf Rückzug. Insgesamt drei Akustik-Abende, zu der viele gute Bekannte, aber auch neue Gesichter geladen sind, sollen den Advent versüßen.
Mit Liedern wie “Gedankenstricke”, “Melancholie und ich” oder auch “Zeit zu bleiben” beginnt die besinnliche Unplugged-Reihe. Spaceman Spiff alias Hannes Wittmer macht mit seinen zarten Gitarrenklängen den Auftakt. Jahrelang war der gebürtige Hammelburger gleich mit zwei Bands - Gung Fu und Taschenrocker – im Fränkischen aktiv. Doch die Leidenschaft für Musik zog ihn über Würzburg vor wenigen Monaten in seine neue Wahlheimat Hamburg. Dort ist er mittlerweile sehr erfolgreich und tourt zur Zeit quer durch die Republik. Am 4. Dezember kehrt er zurück, um “seinem Wasserhaus” Hallo zu sagen. Und das tut er nicht alleine. Er hat Rike Kinnemann an seiner Seite. Die charmante Singer-Songwriterin stattet dem Vereinsdomizil – natürlich samt Klavier – ebenfalls einen erneuten Besuch ab. Ein verschmitztes Lächeln und Geschichten aus ihrem Würzburger Alltag - das alles haben die Gäste bereits im vergangenen Juni von ihr erfahren dürfen. Und wer weiß, welche Anekdoten sie diesmal für ihr Publikum bereit hält…
Humoristisch, zart und dann wieder geballt – Abwechslung wird in diesem Winter großgeschrieben
Nur eine Woche später, am 11. Dezember, werden die alten Bekannten aus Würzburg und Hamburg von neuen Gesichtern abgelöst. “Jetzt geht es rund!”, möchte es dem Kenner dieser Mescaleros in Sachen Musik unweigerlich entfahren. Denn wer Sumo alias “der U&D-Moderator” kennt, braucht den Reverent – ein Urgestein der hiesigen Musikszene – nicht zu fürchten. Mit ihrer Mischung aus guten alten Hits des Rock, Blues, Funk und Soul, gewürzt mit einer Prise eigener Titel stürmen die Musiker, die eigentlich der Bad Kissinger Formation “ArtCrimes” angehören, die Bühne. Und wer sie bereits live erleben durfte, weiß: humoristische Einlagen sind nicht ausgeschlossen.

Mishah, sonst mit seiner Band “Mighty Vibez” unterwegs, bringt erstmals Reggae unplugged ins Wasserhaus.
Doch was wäre eine Wasserhaus-Veranstaltung ohne Gegensätze. Mit Nadine Fingerhut sorgen die Organisatoren für ein perfektes Kontrastprogramm zu den quirligen Herren. Ihre sanfte Stimme, die unweigerlich unter die Haut geht, steht ihren männlichen Mitstreitern der etwas rauchigeren Gattung jedoch in nichts nach. “Musik über das Leben, die Liebe und große Träume”, das ist ihr Terrain, mit dem sie ihre ganz persönlichen Emotionen vermitteln und ihre Zuhörer berühren will. Der dritte Akt im Bunde ist ein noch ganz junges musikalisches Duo: die beiden Allround-Talente Dominik Döllinger und Lilian Giese, die sich erst seit Kurzem zusammengefunden haben, werden dem Abend ohne Zweifel eine besondere und vor allem vielfältige Note verleihen. Die zwei Musiker, die beide als Sänger, Gitarristen und Songwriter unterwegs sind, verstehen es, ihre hohen musikalischen Fertigkeiten mit einer großen Bandbreite an menschlichen Emotionen zu vermischen. Kein Wunder also, wenn sich der ein oder andere Zuhörer in ihren Geschichten erschreckend oft wiedererkennen wird.
Premierenfeier im Wasserhaus – Reggae mal ganz anders
Mit dem dritten und letzten Abend der Unplugged-Reihe hat die Musikini so kurz vor Weihnachten eine echte Premiere für ihre Gäste vorbereitet. Reggae, das kennen viele nur von großen Festivalbühnen, die die mitreißenden Botschaften der Künstler lautstark in die Menge transportieren. Am 18. Dezember können diese Vorstellungen ad Acta gelegt werden. “Reggae unplugged” beendet das mal leise, dann wieder etwas eindringlichere Weihnachtsrauschen. Zu Gast ist Mishah aus Fulda. Und der ist kein Unbekannter in Hammelburg. Mit seiner Band “Mighty Vibez” war der charismatische Frontmann bereits beim “Tanz in den Mai 2009” zugegen - eine Riesenparty, die den meisten Anwesenden sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. Jetzt kommt er zwar ohne “Anhang” aber doch nicht ganz alleine. Mit von der Partie ist sein Freund Fabio aus Ulm. Auch er lässt seine Band “Furasoul” kurzerhand zu Hause, um gemeinsam mit dem hessischen “Kollegen” erstmals “Reggae – unplugged” im Unterfränkischen zu zelebrieren. Nach der Eröffnung des Abends durch die neue Hammelburger unplugged-Formation OverLiquid, sind geballte “Vibes” also auch hier von Anfang bis Ende garantiert.
Derart durch die vielen Künstler und die jeweils im Anschluss folgende “Open Stage” eingestimmt, kann Weihnachten nun getrost kommen. Doch allzu lange müssen die Musikfreunde der Region nicht auf die nächsten Höhepunkte warten. Das Wasserhaus lädt auch in diesem Jahr zu ihrem traditionellen Heilig DJ-Abend am 24. Dezember, dem sich am zweiten Weihnachtsfeiertag die große X-Mas-Party anschließen wird.
Text: Sandra Schmelz/Nicole Oppelt
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