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"Wer ist überhaupt Max Power?" PDF Drucken E-Mail

Hoher Besuch im Wasserhaus: Die Hamburger Band Montreal gibt sich am 9. Januar die Ehre


Solide musikalische Qualität und ein Programm, das Jung und Alt, Experte und Laie gleichermaßen anspricht – das hat die neue Vorstandschaft der Musikinitiative Hammelburg e.V. zur obersten Priorität ihres künftigen Schaffens auserkoren. Kein leichter Vorsatz für einen ehrenamtlichen Verein. Doch nun hält das 19-köpfige Team, was es zuvor versprochen hat. Mit der bekannten Hamburger Pop-Punk-Band Montreal läuten sie das Neue Jahr fulminant ein. Gemeinsam mit „Mofa“ entzünden sie am 9. Januar ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse. Denn von den großen Festivalbühnen begeben diese sich direkt ins Wasserhaus, um „Zwischen Tür und Angel“ auch in der kleinen Weinstadt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.



Zürich, München, Berlin, Stuttgart – Hammelburg? Na, den „Fehler“ in dieser Reihe gefunden? Wenn nicht, dann liegen die Ratefreudigen diesmal genau richtig. Denn, was eigentlich unmöglich zueinander passt, wird in wenigen Wochen zusammengehören. Eine der aktivsten Livebands Deutschlands – zu Hause auf den großen Stages dieser Welt – verschlägt es doch glatt in Richtung Musikini. Ungläubig mag sich da so mancher die Augen reiben. Charts-Stürmer, die eigentlich eher durch MTV und VIVA als durch die heimische Presse bekannt sind, bei uns zu Hause? Ja. Denn „Hast Du keinen Nietengürtel, bist Du nichts in Deinem Viertel!“, will das Trio seinen Fans auch hierzulande als Weisheit des Tages um die Ohren hauen, um ihnen mitsamt ihres neuen Albums „Zwischen Tür und Angel“ sogleich mächtigst auf selbige zu geben.



“Geile Sprüche in den Texten. Musik, die Feuer unterm Arsch entfacht.” 



Warum das alles? Ganz klar! Denn Schuld ist eigentlich ein gewisser Max Power, der an einem sommerlichen Julimorgen irgendwann in den 80er im kanadischen Montreal geboren wird. Und hätten sich dessen Eltern nicht dazu entschlossen, schon wenig später den Weg zurück nach Deutschland anzutreten, wäre wohl nie etwas aus ihm und seinen künftigen Bandkollegen Yonas und Hirsch geworden. Die Frage des Abends dürfte damit klar sein: „Wer ist überhaupt Max Power?“ Und was hat es mit seiner dubiosen Biographie, die ihn „im vorstädtischen Bermudadreieck zwischen Sportverein, Mofa-Gang und Schultheater“ gefangen hielt, auf sich? Die Antwort folgt auf dem Fuße: Im Marschgepäck der Bloodhound Gang, Samiam oder auch Ignite, haben sie vor wenigen Jahren ihren ganz persönlichen und konsequent deutschsprachigen Siegeszug durch die Länder dieser Erde angetreten. Warum diese Herren in diesem Zusammenhang sowohl Tokio Hotel als auch Rammstein äußerst dankbar sind, das erfahren die Gäste ebenso wie den Hintergrund folgender, weiser Worte des Slam Magazins. Diese urteilen nämlich knapp, aber treffend: „Geile Sprüche in den Texten. Musik, die Feuer unterm Arsch entfacht.”



“Punk Rock Fuck off!“, haben da „Mofa“ ebenso schlicht und auf den Punkt entgegenzusetzen. Die erst seit 2008 existierende Vierer-Combo aus Köln schlagen in die gleiche Kerbe wie ihre großen Kollegen. Über 100 Konzerte haben diese schrägen Vögel bereits auf dem musikalischen Buckel. 1Live hat sie ebenso schon für sich entdeckt wie das Magazin Visions. Deutschsprachiger Punk ist ihr Terrain. Nichts Neues könnte der Kenner meinen. Was ist also anders an ihrem „Mofa“? Olie Lachpansen, Kiba Kalkei, Der Gilb und Das Phantom geben sich durchgängig sportlich. Bunte Tennisklamotten sind während ihrer Auftritte ein absolutes Muss. Wer aber glaubt, diese eigentümlich Tracht schmälert deren Selbstbewusstsein, der irrt. Denn in ihnen steckt der „Tiger“. Und der wird auch in Hammelburg aus seinem Käfig ausbrechen.



Los geht’s auch diesmal um 20.00 Uhr.

 

Text: Sandra Schmelz/Nicole Oppelt

 
 

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