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Neben instrumentaler Vielfalt standen beim alljährlichen Heimspiel ebenso interessante Bühnenoutfits auf dem Plan der Musikini
Einmal im Jahr ist es für die Musiker der Musikinitiative Hammelburg e.V. so weit: Dann organisiert das Team des engagierten Vereins ein Konzert, bei dem nur die hauseigenen Bands im Vordergrund stehen – und zwar mit ihren eigenen Songs. Neben alt-eingesessenen Musiker-Formationen präsentierten am letzten Wochenende jedoch auch neue und noch ungehörte ihr Können.
Vergangenen Samstag hieß es gleich zu Beginn „No risk, no fun“ von den Künstlern der Band Europanic. Trotz englischen Sprachgebrauchs, waren die Texte einprägsam und drangen den Zuschauern bis in die letzte Faser ihres Körpers. Nicht nur textlich konnten die drei Jungs überzeugen. Mit Gitarre, Bass, Schlagzeug und Keyboard gaben sie alles. Doch Moment, vier Instrumente und nur drei Musiker? Kein Problem für Frontmann Melvin, der noch mit umgeschnallter Gitarre, am Keyboard spielend und gleichzeitig singend einen neuen Song aus der „Alternative-Rock-Kiste“ packte. Als „Special guest“ des Abends präsentierte sich der neuester Bandzugang der Musikini, „Bagdad on the dancefloor“. Die vier Jungs meisterten ihren ersten Live-Gig mit drei selbstgeschriebenen Songs, bestehend aus verschiedenen Elementen der Stilrichtungen Alternative, Punk und Indie. Nach einem gelungenen Debüt und überschäumender Freude der jungen Musiker über den kurzfristig möglich gemachten Auftritt, ging es daraufhin in die härtere Schiene.
Gröhlen, Singen, Schreien
Die Fünfertruppe von Inwastement, die sich 2007 zusammengefunden und ihre eigene kleine Fangemeinde mitgebracht hatte, erfreute sich an der Schaar schwarz gekleideter Metal-Anhänger. Bereits bekannt aus diversen Bandwettbewerben in der Umgebung, bei denen Sie ihr Talent unter Beweis stellen konnten. Musikalisch zwar noch nicht festgelegt, wohin es eigentlich genau gehen soll, verlassen sie sich einfach auf das, was ihnen gefällt. Und das kommt an. Vor allem die Begeisterung für die Metalband „System of a down“ ist in ihren Songs zu hören. So waren die verschiedensten Einlagen wie Gröhlen, Singen und diverse Schreie von Sänger Dominic Miller nichts Außergewöhnliches.
Bühne frei für das einzige Mädel des Abends. Anja Kullmann und ihre zwei Bandkollegen brachten neben ihrem eigens mit Blumen geschmückten Mikrophonständer auch gleich noch einen neuen Gitarristen mit. „Man ist freier wenn man beim Gitarre-Spielen nicht gleichzeitig singen muss. So kann man viel besser auf die Zuschauer eingehen und sie animieren“, erzählte die Sängerin von Happy Tragedy. Ganz ohne Beschäftigung für die Hände ging es bei der Keyboard-Lehrerin jedoch nicht und somit kam des Öfteren ein Schellenring mit ins musikalische Spiel. Neben extrem einprägsamen Songs wie „Fun with me“ oder „Marry“ durfte natürlich auch ihr „Drykorn“-Song nicht fehlen, bei dem sich der jüngste Bandzuwachs in einem mehrminütigen Solo auslassen konnte.
Nur noch eine kurze Umbaupause und dann war es soweit. Das Team der „Ghostbastärtz“ betrat in voller Rocker-Montur die Wasserhaus-Bühne. Nach ihrem Motto „manish and strong“ ging es gleich zur Sache. „Ich hatte den ganzen Auftritt über ein Grinsen auf den Lippen. Bei den Ghostbastärtz ist nicht nur die Musik schön anzuhören, denn sie bieten auch eine geniale Show!“, so ein selbsternannter Groupie der Band. Wie bereits angekündigt, rockten sie das Wasserhaus und präsentierten dabei wieder interessante Outfits. Neben der für Sänger Ismael typischen Vokuhila-Perrücke und einem Kuh-gefleckten Cowboy-Hut, kamen diesmal auch die Gäste zum Zug: Nachdem diese mit bandeigenen Geistermasken versorgt worden waren, bot sich im kleinen Live-Club das Bild einer wahrhaften „Geisterjagd“. Doch auch auf musikalischer Ebene wussten die Hard-Rocker mit überraschender Vielfalt zu begeistern: Zwischen gewohnt mitreißenden Krachern und charakteristischen Klängen sprangen sie ganz problemlos in die Welt der Country-Musik. Und so ließen es sich die Besucher auch nicht nehmen, hierzu stilecht das Tanzbein zu schwingen, und gemeinsam mit den fünf Mannen von Ghostbastärtz bis zum schweißtreibenden Ende zu feiern.
Text: Madlen Wittmann
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