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"Wrongkong" - "Die schnellste Band der Welt" PDF Drucken E-Mail

Wrongkong Sängerin Cyrena überzeugte auch tänzerisch auf ganzerLinie. Photo: Miss Ruby Photography

 

 

Zeitig ging es vergangenen Samstag im Wasserhaus los. Denn in kürzester Zeit musste ein kontrastreiches Programm realisiert werden. Mit jeweils nur einer Dreiviertel Stunde Spielzeit lieferten die drei angetretenen Kapellen nichtsdestotrotz eine schweißtreibende und explosive Show ab. So konnten die Headliner Wronkong ihrem selbstauferlegten Titel als “schnellste Band der Welt” gerecht werden.

 

 

Aber auch die wasserhauseigenen Vorgruppen Ghostbastärtz und Mustache Madness erwiesen sich als durchaus engagiert. Pünktlich um 21 Uhr standen die fünf Recken der Ghostbastärtz auf der Bühne und eröffneten zu den Klängen von Beethovens 5. ihre “multiversische” Hardrock Show. Trotz “massiver Handverletzung” des Sängers Ismael Alcarcari wussten die gestandenen Musiker das Publikum mit ausgeklügelter Performance und an Kabarett grenzenden Showeinlagen zu überzeugen. In bester Angus Young Manier zimmerte Gitarrist Jens Schneider seine Soli auf dem Boden des Saals und auf dem Rücken des Sängers. Auch die vom Heimspiel bekannten Geistermasken kamen wieder zum Einsatz. Dieses Mal mit individuellen Beschriftungen, wie die aus ihrem Leitspruch entlehnten Wortfetzen “manish” & “strong”.

 

 

Schnellste Umbaupause des “Multiversums”

 

 

Schon während Mustache Madness hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Photo: Miss Ruby PhotographyStraff wie der Zeitplan es vorgab, begann Mustache Madness nach weniger als fünf Minuten Umbaupause bereits ihren Mix aus Synthie Pop und Indierock vorzutragen. Dies stellte eine ideale Überleitung von den rockigen Ghostbastärtz zu den elektropoplastigen Headlinern dar. “Vor allem die deutschsprachigen Texte brachten Abwechslung und Vielfalt ins Programm”, so ein begeisterter Zuschauer. Sänger Philipp Heilos wusste mit seiner Stimme mal wieder zu überzeugen und Gregory Nunez Fructuoso sorgte mit seinen Synthesizereinlagen bei den eigens wegen der Band angereisten Fans für Begeisterung.

 

 

Erdfunkstelle als Touristenattraktion

 

 

Gut aufgewärmt von den beiden Supportacts wartete das musikbegeisterte Publikum auf das “fränkisch-kanadische” Highlight des Abends. Auf den Auftritt in Hammelburg hatte sich die noch junge Truppe besonders intensiv vorbereitet, denn das neuste Bandmitglied, Keyboarder Klaus, stand das erste Mal mit der Combo im Scheinwerferlicht. Wirkte besonders die kanadisch stämmige Sängerin Cyrena vor betreten des Saals noch recht schüchtern, so bot Wrongkong auf der Bühne eine ausgefallene und extravagante Show. Die vom Gesangstalent noch kurz zuvor zusammengeschnittenen Videos, die im Hintergrund auf einer Leinwand das Erlebnis Wrongkong intensivierten, fügten sich perfekt in den elektrolastigen Gittarennpop ein. Spätestens ab diesem Zeitpunkt blieb kein Bein mehr still stehen. Beim ersten Auftritt in 2010, für den die Band ihren momentanen Studioaufenthalt unterbrach, präsentierten sie auch neues Material aus ihren künftigen Veröffentlichungen. Auch an bereits altbekannteren Liedern, wie der Zugabe “Sweat”, konnte sich die tanzende Menge erfreuen. So lieferte die Band ein gelungenes erstes Gastspiel in Hammelburg. Besonders die Erdfunkstelle nahe Fuchsstadt hatte es Wrongkong angetan, so fand diese immer wieder Erwähnung in deren Ansagen. Nach gut einer Dreiviertel Stunde musste das Quintett auch schon wieder das Wasserhaus verlassen, da zwei Mitglieder noch ein DJ-Engagement in Nürnberg wahrzunehmen hatten. Dies führte zum selbstauferlegten Titel “schnellste Band der Welt”. Vor der Abreise konnte man ihnen jedoch noch entlocken, dass sie sowohl von der Örtlichkeit als auch vom Hammelburger Publikum hellauf begeistert waren.So schnell wie die Konzerte vorbei waren, standen auch schon die DJs bereit, die Plattenteller kreisen zu lassen. Also tanzte die Menge noch mehrere Stunden, bis die Müdigkeit auch den Letzten übermannte.Wieder gut ausgeschlafen freut sich die Musikinitiative Hammelburg e.V. auf ihre kommenden Veranstaltungen, wie dem Blues DJ Abend am 12.03. und “A Sign of Metal” am 20. März.

 

 

Text: Pascal Beck, Florian Brell, Julian Warmuth

 
 

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