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Hoher Besuch im Wasserhaus PDF Drucken E-Mail

Die Hamburger Band Montreal gibt sich am 24. April die Ehre


 

 

Ein Déjà-vu? Nicht ganz. Denn aufgrund des Unwetters im Januar ist es selbst “Max Power” nicht gelungen durch die dichten Schneemassen den Weg ins Wasserhaus Hammelburg zu finden. Aber der Schnee ist geschmolzen und die Straßen frei! Und falls ein Schwarm wildgewordener Schmetterlinge nun versuchen sollte die Mannen aufzuhalten, wird die Musikiniative Hammelburg e.V. alles in ihrer Macht stehende tun, um diese aufzuhalten. Also kann man sich getrost auf das bevorstehende Highlight im Wasserhaus freuen!

 

Solide musikalische Qualität und ein Programm, das Jung und Alt, Experte und Laie gleichermaßen anspricht – das hat die neue Vorstandschaft der Musikinitiative Hammelburg e.V. zur obersten Priorität ihres künftigen Schaffens auserkoren. Kein leichter Vorsatz für einen ehrenamtlichen Verein. Doch nun hält das 19-köpfige Team, was es zuvor versprochen hat. Mit der bekannten Hamburger Pop-Punk-Band Montreal läuten sie das Neue Jahr fulminant ein. Gemeinsam mit Mofa entzünden sie am 9. Januar ein musikalisches Feuerwerk der Extraklasse. Denn von den großen Festivalbühnen begeben diese sich direkt ins Wasserhaus, um “Zwischen Tür und Angel” auch in der kleinen Weinstadt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

 

Zürich, München, Berlin, Stuttgart – Hammelburg? Na, den “Fehler” in dieser Reihe gefunden? Wenn nicht, dann liegen die Ratefreudigen diesmal genau richtig. Denn, was eigentlich unmöglich zueinander passt, wird in wenigen Wochen zusammengehören. Eine der aktivsten Livebands Deutschlands – zu Hause auf den großen Stages dieser Welt – verschlägt es doch glatt in Richtung Musikini. Ungläubig mag sich da so mancher die Augen reiben. Charts-Stürmer, die eigentlich eher durch MTV und VIVA als durch die heimische Presse bekannt sind, bei uns zu Hause? Ja. Denn “Hast Du keinen Nietengürtel, bist Du nichts in Deinem Viertel!”, will das Trio seinen Fans auch hierzulande als Weisheit des Tages um die Ohren hauen, um ihnen mitsamt ihres neuen Albums “Zwischen Tür und Angel” sogleich mächtigst auf selbige zu geben.

 

Geile Sprüche in den Texten. Musik, die Feuer unterm Arsch entfacht.”

 

Warum das alles? Ganz klar! Denn Schuld ist eigentlich ein gewisser Max Power, der an einem sommerlichen Julimorgen irgendwann in den 80er im kanadischen Montreal geboren wird. Und hätten sich dessen Eltern nicht dazu entschlossen, schon wenig später den Weg zurück nach Deutschland anzutreten, wäre wohl nie etwas aus ihm und seinen künftigen Bandkollegen Yonas und Hirsch geworden. Die Frage des Abends dürfte damit klar sein: “Wer ist überhaupt Max Power?” Und was hat es mit seiner dubiosen Biographie, die ihn “im vorstädtischen Bermudadreieck zwischen Sportverein, Mofa-Gang und Schultheater” gefangen hielt, auf sich? Die Antwort folgt auf dem Fuße: Im Marschgepäck der Bloodhound Gang, Samiam oder auch Ignite, haben sie vor wenigen Jahren ihren ganz persönlichen und konsequent deutschsprachigen Siegeszug durch die Länder dieser Erde angetreten. Warum diese Herren in diesem Zusammenhang sowohl Tokio Hotel als auch Rammstein äußerst dankbar sind, das erfahren die Gäste ebenso wie den Hintergrund folgender, weiser Worte des Slam Magazins. Diese urteilen nämlich knapp, aber treffend: „Geile Sprüche in den Texten. Musik, die Feuer unterm Arsch entfacht.”

 

Punk Rock Fuck off!”, haben da Mofa ebenso schlicht und auf den Punkt entgegenzusetzen. Die erst seit 2008 existierende Vierer-Combo aus Köln schlagen in die gleiche Kerbe wie ihre großen Kollegen. Über 100 Konzerte haben diese schrägen Vögel bereits auf dem musikalischen Buckel. 1Live hat sie ebenso schon für sich entdeckt wie das Magazin Visions. Deutschsprachiger Punk ist ihr Terrain. Nichts Neues könnte der Kenner meinen. Was ist also anders an ihrem “Mofa”? Olie Lachpansen, Kiba Kalkei, Der Gilb und Das Phantom geben sich durchgängig sportlich. Bunte Tennisklamotten sind während ihrer Auftritte ein absolutes Muss. Wer aber glaubt, diese eigentümlich Tracht schmälert deren Selbstbewusstsein, der irrt. Denn in ihnen steckt der “Tiger“. Und der wird auch in Hammelburg aus seinem Käfig ausbrechen.

 











Kaum zu glauben, aber Mofakönnen auch seriös. Photo:Pressematerial

Text: Madlen Wittmann/Nicole Oppelt/Sandra Schmelz
 
 

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