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Indie-Clash: Mehr als nur zarte Bande... PDF Drucken E-Mail

Der Indie Clash der Musikinitiative Hammelburg e.V. war ein voller Erfolg

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Foto: Oakfield (by RE ON TOUR)

Insgesamt drei Bands standen am vergangenen Samstagabend auf der Bühne des Hammelburger Wasserhauses. Die Musikinitiative Hammelburg e.V. hatte zum Indie Clash geladen. Und der war hochkarätig besetzt. Mit der Mannheimer Formation „Oakfield“ debütierte eine Truppe aus dem Schoße der renommierten Popakademie Baden-Württemberg. Ihnen zur Seite standen mit „Chinese Silk and Videotape“ und „Tending to Huey“ gleich zwei Landesfinalisten von „local heroes“-Bayern 2012.

Manchmal schließen die ehrenamtlichen Helfer der Musikinitiative Hammelburg e.V. in den frühen Morgenstunden nach einem Konzert die Türen des Wasserhauses und sind einfach rundum zufrieden. Am vergangenen Samstagabend oder besser gesagt Sonntagmorgen war das so. Anlässlich des Indie Clash wurde ihnen und auch dem anwesenden Publikum eindrucksvoll vor Augen geführt, dass sich musikalische Nachwuchsarbeit tatsächlich auszahlen kann – und das nachhaltig.

„Er spielt wie der Teufel höchstpersönlich“

In puncto Können durchaus auf Augenhöhe, lieferten sich „Oakfield“ aus Mannheim, „Chinese Silk and Videotape“ aus München sowie „Tending to Huey“ aus Würzburg einen absoluten Ohrenschmaus, der am Ende des Konzertes mit nicht nachlassenden Zugaberufen belohnt wurde. Erstere traten übrigens zum ersten Mal in den kleinen Vereinsräumen vor den Toren Hammelburgs auf. Eine Verbindung zur Stadt haben sie jedoch bereits seit längerer Zeit. Denn in dem ehemaligen zweiten Vorstand der Musikini, Jens Schneider, haben die Studenten der Popakademie in Mannheim einen überaus fähigen Gitarristen gefunden, den sie derzeit nur schweren Herzens mit „The Voice of Germany“-Gewinner Nick Howard teilen. Umso bedauerlicher, dass der Anfang 20-Jährige, der Tour bedingt gerade quer durch Deutschland unterwegs ist, ausgerechnet im Zuge seines „Heimspiels“ nicht mit dabei sein konnte. Seine Kumpanen Joris (Vox, Piano, Git) , Alex (Bass) und Tobias (Drums), mit denen er seit der Gründung im Herbst 2011 musiziert, sowie Ersatzmann Iven Niklas, ließen sich jedoch nicht lumpen. Sie grüßten ihren erkrankten „Abtrünnigen“ mit lautstarker Unterstützung des Hammelburger Publikums via Videobotschaft. Trotz des zwischenzeitlichen „Verlustes“ sind sie sich einig, „ihren Jens“ gern ausgeliehen zu haben. „Er spielt wie der Teufel höchstpersönlich“, lobt Frontmann und WG-Partner Joris die musikalischen Qualitäten des einstigen Hammelburgers.  Ein „Höllenritt“ sind „Oakfield“-Konzerte dann aber doch nicht. „Wir sind sehr atmosphärisch unterwegs“, versucht sich der Sänger an einer Charakterisierung. In ihrem Gesamtpaket bekämen sie offenbar eine gute Mischung zustande, die die Leute mitziehe. Ansprechen tue dies, das zeigte sich übrigens auch in Hammelburg, dann auch diejenigen, sonst vielleicht eher Rock, Metal oder gar Jazz hören würden. Der Vergleich zum Sound von „Coldplay“ „U2“ oder „Kings of Leon“, das gibt er unumwunden zu, sei natürlich nicht weit hergeholt. Eine Schublade, die ihnen aber durchaus legitim erscheine. „Wenn man sich wirklich viel mit diesen Bands auseinandersetzt, dann klingen wir gar nicht so sehr wie sie. Aber, wenn man erst einmal eine Kategorie sucht, dann greift man wahrscheinlich hierzu“, erklärt Joris.

Jetzt in Hammelburg, demnächst schon in Istanbul

Genauso ergangen ist es auch „Chinese Silk and Videotape“. Die einstigen „local heroes“-Bayern Landesfinalisten waren auf Einladung der ehemaligen Wettbewerbskollegen „Tending to Huey“ ein weiteres Mal in die Weinstadt gekommen. „Damit“, erinnern sich Denis und Jojo an die große Geste vom September 2012, „haben wir nicht gerechnet.“ Jetzt noch einmal in Hammelburg zu spielen, habe sie sehr gefreut. Gerade auch „Tending to Huey“, die sie im Zuge des Nachwuchswettbewerbs kennen und schätzen lernten, hätten sie jetzt neu begeistert. Seit der ersten Begegnung im Rahmen von „local heroes“-Bayern haben sie sich mit den Würzburgern regelrecht angefreundet. „Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt“, bekräftigen die beiden nun noch einmal den gefassten Entschluss. Für beide Bands sei die Zusammenführung im Wasserhaus vor gut einem halben Jahr definitiv eine nachhaltige Sache gewesen. Gegenseitig könne man von den verschiedenen „Homebases“ Würzburg, Leipzig, München und Stuttgart profitieren. „Chinese Silk and Videotape“, die mittlerweile mit ihrem neuen Schlagzeuger Hannes unterwegs sind, haben seit dem Spätsommer des vergangenen Jahres aber nicht nur zarte Bande gen Unterfranken geknüpft. In München wurde seither auch am ersten Album „Exit Direction“ gearbeitet, welches in einigen Wochen erscheinen wird. Einen ersten Vorgeschmack darauf haben sie nun in Hammelburg abgeliefert. Eine kleine Tour im Zuge des Release sei definitiv geplant. Im Mai zieht es die jungen Herren jedoch erst einmal an den Bosporus. Istanbul ist ihre nächste Station. Dort steht dann nicht nur ein Videodreh, sondern am 12. Mai auch ein Auftritt im Club „Nublu Istanbul“ an. Und das ihnen dort am Ende widerfahren wird, das bleibt sicher auch den Hammelburger Fans nicht verborgen.

 
 

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