„local heroes Bundesfinale 2013“: Die Musikini rockt Salzwedel! Drucken

Die 23. Auflage des bundesweiten Nachwuchswettbewerbs steigt am 9. November im Kulturhaus der Hansestadt Salzwedel und die Musikinitiative Hammelburg e.V. ist mit dabei

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Noch ist die Bühne in Salzwedel verwaist. Doch nicht mehr lange und hier steppt für ganze acht Stunden der Bär. (Foto: Bernd Zahn)

 Etwas mehr als zwei Monate sind seit dem „local heroes Landesfinale Bayern“ vergangen. An diesem Samstag ist es nun soweit: Die Musikinitiative Hammelburg e.V. bricht auf in den hohen Norden, um dort gemeinsam mit „The Governors“ das Bundesfinale ordentlich aufzumischen. Mit im Gepäck haben die Organisatoren allerdings nicht nur ihre Aschaffenburger Landessieger, sondern unter anderem auch „The Voice of Germany“-Star Andreas Kümmert.

Der Trupp, der sich am kommenden Samstagmorgen in Bewegung setzt, kann sich sehen lassen. Nicht nur Musikini-Vorstand Daniel Wolf haben die beiden Pressedamen der Musikini, Dani Straßner und Nicole Oppelt, in ihrem Bus verstaut. Ebenfalls dazu gesellen sich „Shaky Foundation“ aus Würzburg. Auch dieses junge Trio konnte im Zuge des bayerischen Landesfinales am 31. August im Wasserhaus glänzen. In Salzwedel geht es für sie zwar nicht auf die große Mainstage. Doch auf der Unplugged-Bühne sind sie neben Stars wie dem „X-Factor“-Preisträger David Pfeffer sicherlich sehr gut aufgehoben. „Hier können sie ganz sicher unter Beweis stellen, welche Perlen in der unterfränkischen Musikszene tatsächlich zu finden sind“, freuen sich die Hammelburger über ihr musikalisches „Mitbringsel“ für die Kollegen in Salzwedel.

 

Shaky Foundation überzeugten im „local heroes“-Landesfinale mit sanften Klängen. Die Musikini war gleich überzeugt, auch das Publikum in Sachsen-Anhalt wird dieser Sound begeistern. (Foto: Musikini)

 

Max, Basti und Jannis sind jedoch nicht die einzigen Gäste, die im „Musikini-Tourbus“ Platz nehmen. Auch die Kooperationspartner von „... und ab geht die Lutzi“ wollen sich das Spektakel in der Hansestadt nicht entgehen lassen. Sehr gerne haben sich Christian Stahl und Klaus Schmitt, samt einer kleinen Abordnung aus Rottershausen dem „musikalischen Tross“ angeschlossen, um sich vom Konzept „local heroes“ genauso überzeugen zu lassen, wie von den vielen frischen Bands, die sie im Laufe des langen Konzertabends zu Gesicht bekommen werden. Während des gesamten Jahres halten die Organisatoren eines der aufstrebendsten Festivals der Gegend Augen und Ohren nach spannenden Talenten offen. Wer weiß, mit welchen Geheimtipps sie die Rückreise ins Fränkische am Sonntagmittag antreten werden.

 

Andreas Kümmert auf der „local heroes“-Unplugged-Bühne

Andreas Kümmert ist gerade in aller Munde. Der bescheidene Singer-Songwriter aus Gemünden findet sich seit einigen Wochen im medialen Blitzlichtgewitter wieder. Seiner Kunst tut das keinen Abbruch. (Foto: a2k-media & music)

 

Abgerundet wird die „Reisegruppe“, wenn auch mit einem separaten Fahrzeug, von niemand geringerem als dem neuen „Stern“ am TV-Himmel. Auch, wenn Andreas Kümmert aus Gemünden am Main diese Bezeichnung vielleicht mit ordentlichem Augenzwinkern kommentieren wird: Die Musikini freut sich über alle Maßen, die geballte Stimmgewalt und „local heroes“ zusammengebracht zu haben. Der „The Voice of Germany“-Star, der spätestens seit dem 17. Oktober in aller Munde ist, wird ebenfalls auf der Unplugged-Bühne des Kulturhauses brillieren und dem Publikum dort zeigen, was echten Rock tatsächlich ausmacht. „Dass dieses Arrangement zustande gekommen ist, finden wir großartig“, so die „local heroes“-Organisatoren aus Hammelburg. „Die Verbindung zwischen Andreas und Projektleiter Dieter Herker wurde schon vor der Ausstrahlung der Blind Auditions hergestellt. Dass wir nun eine echte TV-Bekanntheit dabei haben, ist natürlich ein willkommener, positiver Nebeneffekt. Wir sind seit Jahren von Andreas' außergewöhnlichem Talent überzeugt.“ Nun könnten das auch die Fans in Salzwedel live und in Farbe erleben. Nach seinem Gig gibt es Gelegenheit, mit Andreas an einem eigenen Stand ins Gespräch zu kommen. Zu späterer Stunde ist er dann noch einmal auf der Hauptbühne zu sehen.

 

 

Die bunt gemischte „local heroes“-Reisegruppe wird am 9. November einiges zu sehen und zu hören bekommen. Zwölf Monate wurde auf unzähligen Bühnen geackert und geschuftet. Für die insgesamt 13 Landesveranstalter galt es, die vielversprechendsten Nachwuchskünstler der Republik ausfindig zu machen. An diesem Samstag präsentiert der organisierende Verein Aktion Musik/local heroes e.V. nun die Quintessenz der intensiven Suche. Leicht dürfte die finale Auswahl am Ende des Abends dennoch nicht fallen. Sowohl die prominent besetzte Fachjury als auch das Publikum haben es mit echten Perlen der deutschen Musikkultur zu tun. Über teils mehrstufige Wettbewerbe mit insgesamt rund 1500 Teilnehmern gelang es, die musikalische Essenz des Jahres 2013 in 13 Bundesfinal-Teilnehmern zu bündeln. Und die wollen nun natürlich zeigen, was in ihnen steckt.

 

In 20 Minuten muss der Funke überspringen

Auf dem Spiel steht einiges: „Der Titel 'beste Newcomerband des Jahres' wird sowohl vom Publikum mit einem Publikumspreis als auch von der Jury mit einem eigenen Jurypreis vergeben. Ausgezeichnet werden zudem der beste Sänger sowie der beste Instrumentalist“, erklärt Projektleiter Dieter Herker das seit Jahren bewährte Prozedere. Geschenkt wird den jungen Leuten hier nichts. In nur 20 Minuten müssen sie es schaffen, den sprichwörtlichen Funken auf das Publikum überspringen zu lassen. Unterstützt werden sie zwar von einer aufwendig und vor allem professionell eingerichteten Bühnenmaschinerie mit Videowänden und einer riesigen Licht- und Tonanlage, das Gros der Arbeit müssen die Nachwuchskünstler jedoch selbst leisten.

Die musikalische Spannbreite, die die Kandidaten abdecken, ist enorm. Angefangen von deutschem Indie-Rock, über Hip Hop und Britpop, bis hin zu Punkrock, Blues, Funk, Rap und vielem mehr, ist alles dabei, was das Musikerherz begehrt. Teils gibt es die Formationen bereits seit Jahren. Andere haben sich erst vor wenigen Monaten zusammengefunden. Die jüngsten unter ihnen sind gerade einmal 16 Jahre. Intensiv haben sich die Teilnehmer seit ihrem Erfolg bei den Landesfinals vorbereitet. Einige sind noch einmal tief in ihren Probenraum abgetaucht. Wie zum Beispiel die bayerischen Vertreter „The Governors“: „Wir werden uns zusammensetzen und besprechen, welche Songs wir spielen werden, wie wir das Set aufbauen und wie wir den Zuschauern 20 Minuten mitreißende Show bieten können. Danach werden wir die Songs nochmal einzeln durchgehen und an ihnen arbeiten“, erklären sie im Vorfeld ihr systematisches Vorgehen. Da die Zeit insgesamt sehr knapp sei, werde es eine schwierige Entscheidung, welche Lieder sie im Finale spielen würden.


 

Die strahlenden Sieger des „local heroes“-Landesfinales 2013: „The Governors“ lösten ihr Ticket ins Bundesfinale direkt am 31. August. (Foto: Musikini)

 

Preise im Wert von über 10.000 Euro

Auch in diesem Jahr ist es Dieter Herker und seinem Team gelungen, eine hochkarätig besetzte Fachjury für das Bundesfinale zu gewinnen. Allen voran der Singer und Songwriter David Pfeffer und der Veranstalter Alex Ninow. Dazu gesellen sich Kristina Rosenbusch von Sparta Booking sowie Jorin Zschiesche, Gründer von recordJet. Abgerundet wird die Expertenriege durch Horst Haubrich, Akademieleiter von SET School of entertainment and technology, Clubplaner Jurij Klauss und dem Festivalbooker Jonas Seetge. Von ihrem und dem Urteil des Publikums hängen nicht nur die begehrten Titel, sondern auch Preise im Gesamtwert von über 10.000 Euro ab. Gestiftet wurden diese vom Kultusministerium Sachsen-Anhalt, der Deutschen Rockmusikstiftung, dem Musikhaus Thomann, Recordjet, Clubplaner Artist Edition, von den Firmen Roland und Sennheiser und schließlich SET. Als besonderes „Bonbon“ ist Bandtrainer Wolfgang Schwericke mit seinem Bandcoaching-Team in Salzwedel zugegen. „Gemeinsam werden sie den Bands nach ihrer Show ein Feedback ihres Auftritts geben“, weist Herker auf die für die jungen Leute so wichtige Rückmeldung direkt nach ihrem Slot hin. Abgerundet wird die „Riege der bekannten Gesichter“ durch Howie Yagaloo, Macher des gleichnamigen Musikmagazins, der als Moderator durch den Abend führt.

 

Musikalischer Austausch und nachhaltige Kontakte

„Das wird eine lange Nacht voller musikalischer Höhepunkte“, freut sich auch Daniel Wolf auf sein erstes „local heroes“-Bundesfinale. Der erste Vorsitzende der Musikinitiative Hammelburg e.V. richtet im „Wasserhaus“ seit zwei Jahren das Landesfinale „local heroes Bayern“ aus. Bis zur Siegerehrung um 1.30 Uhr am Sonntagmorgen wollen er und seine Begleiter ausharren, um bloß nicht zu verpassen, wer am Ende die begehrten Preise mit nach Hause nimmt und sich schließlich „local heroes 2013“ schimpft. „Schon der Wettbewerb im Freistaat hat uns begeistert“, fasst Wolf noch einmal die Erfahrungen der vergangenen zwei Jahre zusammen. So intensiv wie nie zuvor hätten er und sein Organisationsteam die musikalische Vielfalt und vor allem das hohe Niveau von Aschaffenburg bis München kennen lernen dürfen und so ganz nebenbei viele wertvolle Kontakte geknüpft. „Das Netzwerk der Musikini ist durch diesen Wettbewerb definitiv gewachsen“, so Wolf, der sich gemeinsam mit rund 370 Mitgliedern um die Nachwuchs-Musikszene in und um Frankens älteste Weinstadt kümmert. Auch die Bands untereinander würden das bereitgestellte Angebot über den Contest hinaus nutzen. Folge-Konzerte würden organisiert, Austausch-Gigs kämen zustande und sogar Auftritte auf großen Bühnen, an die sie vorher nicht einmal zu denken wagten, hätte es mittlerweile gegeben.

Diese Erfahrungen machen Dieter Herker und seine Mannen seit mehr als 22 Jahren. Seither gibt es nun schon „local heroes“. Der Nachwuchswettbewerb ist mittlerweile zum größten nicht-kommerziellen Vorhaben dieser Art in Deutschland avanciert. „local heroes ist ein fester Begriff in der Musikszene geworden“, freut sich Dieter Herker. Und das nicht ohne Grund: Man setze auf eine faire Nachwuchsförderung, die am Ende des Tages auch noch absolut nachhaltig ist. „Ich freue mich immer, wenn ich eine Band auf Festivals oder bei andern Wettbewerben sehe.“ Und Dieter Herker hat schon viele, mittlerweile erfolgreiche Bands in ihrer Anfangsphase kennen gelernt. Darunter die Musiker von „Madsen“ oder die Jungs von „Tokio Hotel“.

Einlass für das Mega-Musik-Spektakel im Kulturhaus von Salzwedel ist bereits um 17.00 Uhr. Ab 18.00 Uhr müssen dann die 13 Landesfinalisten ihr Können unter Beweis stellen.


Die Teilnehmer 2013 noch einmal im Überblick:

1. Enemy Jack, Niedersachsen

2. Lia, Hamburg

3. Still Trees, Sachsen

4. Faakmarwin, Bremen

5. The Governors, Bayern

6. Schmutzki, Baden-Württemberg

7. Know No Bounds, Berlin

8. Hippie Langstrumpf, Brandenburg

9. Maudite, Schleswig-Holstein

10. Sun of a Gun, Mecklenburg-Vorpommern

11. Der Wieland, Rheinland-Pfalz

12. Moon to Ocean, Sachsen-Anhalt

13. Flash Forward, Nordrhein-Westfalen

 

Hier werden die Finalisten nocheinmal einzeln vorgestellt: 

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.622515347812646.1073741827.130611450336374&type=3

 

 

Text: Nicole Oppelt

 

Wir drücken den Governors alle Daumen!