Düster, brachial und doch ausgesprochen fröhlich Drucken

Am Samstag ging die vierte Auflage des Extrem-Metal-Festivals „End of Life“ im Wasserhaus über die Bühne

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Foto: Obelyskkh (Musikini) Foto: Obelyskkh (Musikini)

In Scharen strömten in den vergangenen Jahren die Metal-Fans in die Räumlichkeiten der Musikiniative Hammelburg e.V. Am vergangenen Wochenende wurde das Konzept des Orga-Teams erneut bestätigt. Neben einheimischen Fans der etwas härteren Gangart, hatten sich jede Menge Musikfreunde aus dem weiteren Umkreis im Wasserhaus eingefunden. Und das nicht ohne Grund: Die Auswahl ließ kaum Wünsche offen und mit „Obelyskkh“ hatte die Musikini-Crew einen in der Szene nicht ganz unbedeutenden Headliner engagiert.

„Erneut waren wieder viele Besucher aus einem großen Umkreis anwesend, die sich die exklusive Auswahl der anwesenden Bands nicht entgehen lassen wollten“, freut sich das Orga-Team um Björn Mirbach über die abermals positive Resonanz auf ihr kleines, aber feines Festival. Noch kurz bevor der Startschuss für den „End of Life“-Reigen fiel, hatten die es mit einer kurzfristigen Änderung im Lineup des Abends zu tun. Aus gesundheitlichen Gründen mussten „Herbstnebel“ passen. Mit den eingesprungenen Würzburgern „Noctura“ hatten Mirbach und seine Mitstreiter jedoch adäquaten Ersatz gefunden, der sich bestens in die musikalische Runde integrierte. „Ihren Stil bezeichnet die Band als 'Neoclassical Black Metal'“, erklärt Mirbach. „Dies stellten sie auch unter anderem mit Interpretationen bekannter klassischer Stücke unter Beweis.“
Im Anschluss betraten „Deadwood“ die Bühne. Als Beleuchtung dienten der Truppe lediglich vier farbige Leuchtstoffröhren. Ein bewusster Kunstgriff, der die packende Atmosphäre der „Post-Black Metal“-Band perfekt zu unterstreichen wusste. Entsprechend groß war nach ihrem gut 40-minütigen Set auch der Beifall des Publikums. Startnummer drei hatten die Gastgeber „Vehemenz“, die das Festival initiiert und seitdem jährlich veranstaltet haben. Gewürdigt wurde das entsprechend: Das Publikum war  beim Lokalmatador bereits zahlreich anwesend und die dunklen, intensiven Stücke wurden „standesgemäß“ gefeiert.
„Obelyskkh“ - Mehr als nur ein Geheimtipp
Danach war der erste Headliner des Abends an der Reihe: „Obelyskkh“. Die 2008 gegründete Fürther Kombo bildete an diesem Abend stilistisch den „Ausreißer“. „Stoner/Doom-Metal in seiner überzeugendsten Form“, so die einhellige Meinung der Anwesenden, die das schon lange nicht mehr nur als Geheimtipp der Szene gehandelte Quartett bis zur letzten Sekunde des gut einstündigen Sets ausgelassen feierten. Jahrelang hatten die sich durch „exzessive, rohe Livegemetzel“ einen Namen gemacht. Und das quer durch die Republik und zunächst völlig ohne Veröffentlichung eines Tonträgers. Mittlerweile haben die Musiker bereits ihr drittes Album „Hymn to Pan“ veröffentlicht. Der Vorgänger „White Lightnin“ wurde übrigens von niemand Geringerem als Kult-Producer Billy Anderson, unter anderem tätig für „SLEEP“,aufgenommen und produziert.
Als zweiter Headliner beendeten die Schweizer „Rorcal“ die Nacht. „Hart, laut, rasend, das beschreibt den Auftritt wohl am besten“, so das Fazit des Orga-Teams. „Passender hätte ein solcher Abend nicht beschlossen werden können.“ Das sah das Publikum genauso und gab am Ende noch einmal alles. Derart angespornt, steht für die Musikini bereits fest: Im nächsten Jahr wird die Reihe fortgesetzt, dann bereits mit dem fünfjährigen Jubiläum. Die Ankündigung aus dem Wasserhaus ist entsprechend: „Man kann sich auf was gefasst machen!“
Text: Björn Mirbach

In Scharen strömten in den vergangenen Jahren die Metal-Fans in die Räumlichkeiten der Musikiniative Hammelburg e.V. Am vergangenen Wochenende wurde das Konzept des Orga-Teams erneut bestätigt. Neben einheimischen Fans der etwas härteren Gangart, hatten sich jede Menge Musikfreunde aus dem weiteren Umkreis im Wasserhaus eingefunden. Und das nicht ohne Grund: Die Auswahl ließ kaum Wünsche offen und mit „Obelyskkh“ hatte die Musikini-Crew einen in der Szene nicht ganz unbedeutenden Headliner engagiert. 

„Erneut waren wieder viele Besucher aus einem großen Umkreis anwesend, die sich die exklusive Auswahl der anwesenden Bands nicht entgehen lassen wollten“, freut sich das Orga-Team um Björn Mirbach über die abermals positive Resonanz auf ihr kleines, aber feines Festival. Noch kurz bevor der Startschuss für den „End of Life“-Reigen fiel, hatten die es mit einer kurzfristigen Änderung im Lineup des Abends zu tun. Aus gesundheitlichen Gründen mussten „Herbstnebel“ passen. Mit den eingesprungenen Würzburgern „Noctura“ hatten Mirbach und seine Mitstreiter jedoch adäquaten Ersatz gefunden, der sich bestens in die musikalische Runde integrierte. „Ihren Stil bezeichnet die Band als 'Neoclassical Black Metal'“, erklärt Mirbach. „Dies stellten sie auch unter anderem mit Interpretationen bekannter klassischer Stücke unter Beweis.“Im Anschluss betraten „Deadwood“ die Bühne. Als Beleuchtung dienten der Truppe lediglich vier farbige Leuchtstoffröhren. Ein bewusster Kunstgriff, der die packende Atmosphäre der „Post-Black Metal“-Band perfekt zu unterstreichen wusste. Entsprechend groß war nach ihrem gut 40-minütigen Set auch der Beifall des Publikums. Startnummer drei hatten die Gastgeber „Vehemenz“, die das Festival initiiert und seitdem jährlich veranstaltet haben. Gewürdigt wurde das entsprechend: Das Publikum war  beim Lokalmatador bereits zahlreich anwesend und die dunklen, intensiven Stücke wurden „standesgemäß“ gefeiert. 


„Obelyskkh“ - Mehr als nur ein Geheimtipp

Danach war der erste Headliner des Abends an der Reihe: „Obelyskkh“. Die 2008 gegründete Fürther Kombo bildete an diesem Abend stilistisch den „Ausreißer“. „Stoner/Doom-Metal in seiner überzeugendsten Form“, so die einhellige Meinung der Anwesenden, die das schon lange nicht mehr nur als Geheimtipp der Szene gehandelte Quartett bis zur letzten Sekunde des gut einstündigen Sets ausgelassen feierten. Jahrelang hatten die sich durch „exzessive, rohe Livegemetzel“ einen Namen gemacht. Und das quer durch die Republik und zunächst völlig ohne Veröffentlichung eines Tonträgers. Mittlerweile haben die Musiker bereits ihr drittes Album „Hymn to Pan“ veröffentlicht. Der Vorgänger „White Lightnin“ wurde übrigens von niemand Geringerem als Kult-Producer Billy Anderson, unter anderem tätig für „SLEEP“,aufgenommen und produziert.


Als zweiter Headliner beendeten die Schweizer „Rorcal“ die Nacht. „Hart, laut, rasend, das beschreibt den Auftritt wohl am besten“, so das Fazit des Orga-Teams. „Passender hätte ein solcher Abend nicht beschlossen werden können.“ Das sah das Publikum genauso und gab am Ende noch einmal alles. Derart angespornt, steht für die Musikini bereits fest: Im nächsten Jahr wird die Reihe fortgesetzt, dann bereits mit dem fünfjährigen Jubiläum. Die Ankündigung aus dem Wasserhaus ist entsprechend: „Man kann sich auf was gefasst machen!“

 


Text: Björn Mirbach