Dreieinhalb-Akkorde-Monster im Wasserhaus Drucken

Kurz vor dem Bewerbungsschluss für das Local Heroes Landesfinale 2014 holt sich die Musikinitiative Hammelburg e.V. am Freitag, 25. April, die letztjährigen Bundessieger „Schmutzki“ ins Haus und startet damit in die nächste Runde von „Punkrock's Back in Town“.

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RANCID, THE DISTILLERS und DEADLINE mag darf sich „Burning Lady“ aus Lille nicht entgehen lassen
Wer RANCID, THE DISTILLERS und DEADLINE mag darf sich „Burning Lady“ aus Lille nicht entgehen lassen (Foto: Pressematerial)

Mit von der Partie sind dieses Mal außerdem die Franzosen von „Burning Lady“. Natürlich lassen auch die Haus- und Hofpunker des Wasserhauses „The Poor Devils“ diese Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen und haben kurzerhand noch die befreundete Deutschpunkkapelle „Absturzgefährdet“ eingeladen.

  

Zwei Bands wie Pech und Schwefel

Wenn sich eine Band im Hammelburger Raum einen Namen gemacht hat, dann sind es wohl die Untererthaler „The Poor Devils“ mit ihrer energiegeladenen Mischung aus Punk und Hardcore. Seit 2011 bespielen sie die Bühnen des gesamten Landes, vor allem aber unserer Region und beweisen dabei immer wieder wie viel Spaß und Leben in Punkrock steckt.

 

The hardest working Band in Unterfranken: The Poor Devils aus Untererthal
The hardest working Band in Unterfranken: The Poor Devils aus Untererthal (Foto: Pressematerial)

 

Und wo „The Poor Devils“ Krach machen ist meist auch das Vierergespann „Absturzgefährdet“ nicht weit. Aus diesem Grund dürfen sie nun endlich auch das Wasserhaus unsicher machen. Die Schweinfurter haben sich dem Deutschpunk verschrieben und überzeugen mit tadellos treibenden Songs und Mitsingfaktor. Herausstechendes Merkmal der Truppe ist wohl der, für diese Musikrichtung eher untypische Frauengesang von Frontfrau Tomo, die gleichzeitig auch die Saiten am Bass betätigt. Im Februar dieses Jahres veröffentlichten sie bereits ihre erste Platte mit dem bezeichnenden Titel „The Best of Absturzgefährdet“. Mit so viel Selbstvertrauen im Gepäck können Tomo, Gismo, Fred und Jascha mit Sicherheit auch das Hammelburger Publikum überzeugen.

 

Wo „The Poor Devils“ Krach machen ist meist auch „Absturzgefährdet“ nicht weit. Aus diesem Grund darf das Vierergespann nun endlich auch das Wasserhaus unsicher machen.
Wo „The Poor Devils“ Krach machen ist meist auch „Absturzgefährdet“ nicht weit. Aus diesem Grund darf das Vierergespann nun endlich auch das Wasserhaus unsicher machen. (Foto: Pressematerial)

 

 

Musikalische Wiedergutmachung

Bereits zum zweiten mal verirrt sich die Haudraufkapelle „Schmutzki“ in unseren schönen Landkreis. Erst letztes Jahr beim „Und ab geht die Lutzi“-Festival in Rottershausen durften die Baden-Württemberger das Publikum für den Headliner „Itchy Poopzkid“ anheizen und konnten sich mit ihrer energiegeladenen Show einen Namen beim unterfränkischen Publikum machen. Eigentlich müsste das Team der Musikini, ihres Zeichens Ausrichter des Bayernfinales des Local-Heroes Bandwettbewerb, noch sauer auf das selbsternannte „Dreieinhalb-Akkorde-Monster“ sein. Schließlich traten sie im Bundesfinale eben jenes Wettbewerbes nicht nur als direkter Konkurrent der bayerischen Hoffnung „The Governors“ an, sondern nahmen zudem auch noch den Titel „Local Heroe 2013“ mit nach Hause. Da die Musikförderer vom anderen Ende Hammelburgs jedoch faire Sportsmänner sind, geben sie „Schmutzki“ am Samstag die Möglichkeit, das Publikum für die Niederlage „ihrer Auserwählten“ zu entschädigen. Mit Songs zwischen Punk, Indie, Rock und Garage wird die musikalische Wiedergutmachung mit Sicherheit mehr als großzügig ausfallen.

 

Mit ihren energiegeladenen Show konnten Schmutzki im letzten Jahr bereits das „Und ab geht die Lutzi“-Publikum und die Juroren des „Local Heroes Bundesfinale in Salzwedel“ überzeugen. Am Freitag kommen endlich auch die Hammelburger in den Genuss des „Dreieinhalb-Akkorde-Monsters“.
Mit ihren energiegeladenen Show konnten Schmutzki im letzten Jahr bereits das „Und ab geht die Lutzi“-Publikum und die Juroren des „Local Heroes Bundesfinale in Salzwedel“ überzeugen. Am Freitag kommen endlich auch die Hammelburger in den Genuss des „Dreieinhalb-Akkorde-Monsters“. (Foto: Pressematerial)

 

Punk mit Frauenpower

Auch die vierte Band des Abends würzt ihren Punk mit einer gehörigen Portion Frauenpower. Der Anfahrtsweg von Sophie, Alex, Mulder und Thomas gestaltet sich aber um Welten länger. „Burning Lady“ nennt sich das Powergespann aus dem französischen Lille, dass sich mit seinem amerikanisch geprägten Female-Fronted Streetpunkt vor dem musikalisch naheliegendem Vergleich mit „The Distillers“ und anderen Szenegrößen nicht zu scheuen brauch. Vor knapp einem Jahr veröffentlichte die Truppe ihr 15 Songs fassendes Album „Until the Walls Fall“, das mit Songs wie „Wasted Times“ eine experimentierfreudige Bands zeigt, die selbst das Potential hat Szenemauern einzureißen.

 

 

 

Das Wasserhaus öffnet am Freitag, 25. April seine Tore ab 20 Uhr. Der Eintritt beträgt 5 Euro.

 

Text: Florian Brell