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„Wir haben dem Wettergott getrotzt!“ PDF Drucken E-Mail

Der dritten Ausgabe des Hammelburger „Elotail“ konnte weder Regen noch heftiger Wind etwas anhaben
(Foto: Benni Knüttel)

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Damit hatten der 1. FC Hammelburg e.V. und die Musikinitiative Hammelburg e.V. nicht gerechnet. Ein Blick in den Hammelburger Himmel versprach am vergangenen Samstagnachmittag eigentlich wenig Gutes. Doch das Partyvolk zeigte sich davon gänzlich unbeeindruckt. Hunderte Gäste bevölkerten in der Zeit von 16 Uhr bis 5 Uhr am Sonntagmorgen das Wasserhaus-Gelände. Und sie bewiesen: Das Konzept aus Spaß, jeder Menge guter Musik und leckeren Cocktails hat sich etabliert.

 

Seit zwei Monaten standen für das vierköpfige Organisationsteam, bestehend aus Alex und Carina Menschow, Christoph Scherpf und Christian Rost, die Zeichen auf Sturm. Allerdings nur im übertragenen Sinn. Die To-Do-Listen waren ellenlang. 300 Punkte und mehr galt es allein im Vorfeld abzuarbeiten, um den Besuchern ein gelungenes Fest zu bescheren. Die heiße Phase für das „Elotail Part III“ kostete alle noch einmal richtig Kraft. Dass es sie diesmal tatsächlich „eiskalt“ erwischen würde und die aufwendig durchdachte Dekoration nicht zum Einsatz kam, war zwar bedauerlich, tat der neuen Kult-Veranstaltung aber keinen Abbruch.

 


(Foto: Benni Knüttel)

 

Die ehrenamtlichen Organisatoren, die vor Ort durch rund 40 weitere Helfer unterstützt wurden, setzten in Anbetracht der Wetterlage voll auf Sicherheit. Das „Meer aus Sonnensegeln“ kam leider nicht zum Einsatz, dafür ein stabiles Zelt für die gemütlichen Couchecken und zahlreiche weitere Sicherungsmaßnahmen für Bühne und Musikanlage. Für Wind- und Schallschutz sorgte zudem ein angrenzender Landwirt, der auf Anfrage der jungen Leute seine Heuballen direkt neben dem Wasserhaus-Garten in Richtung Stadt platzierte. Um den mächtigen 6000 Liter-Pool, immerhin der bislang größte in der dreijährigen „Elotail“-Geschichte, musste sich hingegen nicht weiter gesorgt werden. Seine „Neu-Befüllung“ ergab sich zuweilen von oben. „Durchtanzter“ Rasen hinter dem Wasserhaus Während Sturmtief „Zeljko“ Deutschland ordentlich durch rüttelte, war hierfür auf dem Areal der Musikinitiative Hammelburg e.V. eine illustre Schar an ausgesuchten DJs verantwortlich. Mit von der Partie waren in diesem Jahr gleich zahlreiche bekannte, aber auch einige neue Gesichter, die aus den unterschiedlichsten Himmelsrichtungen anreisten, um das Hammelburger Partyvolk in Stimmung zu versetzen. Zu ihnen gehören Tün Ni (Klangtherapie Allstars), Industree (RoboCrafting Music UK), Me:Two, denkino, 15 minutes, Anfall & Zuckung, Senior Trend, Curd Weiss, b2b M.i.A (FlaschigRec/Nachtschatten) und schließlich Flokati (FlauschigRec).

 


(Foto: Benni Knüttel)

 

Dass sie ihren „Job“ ausgesprochen gut verstanden, davon zeugte der ordentlich „durchtanzte“ Rasen direkt vor der Open-Air-DJ-Bühne im hinteren Bereich des Wasserhaus-Gartens, aber auch der Innenbereich, der pünktlich ab 1 Uhr am Sonntagmorgen genutzt wurde. Die Mixtur unterschiedlicher elektronischer Spielarten von House über Tech House und Deep House bis hin zu Techno holte jeden ab. „Viel früher als sonst begannen die Leute in diesem Jahr zu tanzen“, freut sich Carina Menschow über die bald einsetzende Partystimmung. Ein Highlight sei übrigens denkino gewesen, der die Musikfreunde „ganz nach alter Schule“ mit seinen Plattenspielern bei Laune hielt.

 

Cocktail-Auswahl satt: Von Cuba Libre bis Mojito

 

Geschuldet war die ausgelassene Atmosphäre natürlich auch dem reichhaltigen Getränkeangebot. Neben den alkoholfreien Cocktails „Exotic Dream“ mit Orange, Maracuja und Kokos sowie Piña Colada mit Ananas und Kokos, gab es natürlich auch eine Reihe hochprozentiger Varianten. Zahlreiche „Klassiker“, wie Cuba Libre, Long Island Ice Tea, Caipirinha, Sex On The Beach, Tequila Sunrise, Mojito oder auch Solero sorgten für die nötige Abwechslung, die von den Gästen auch gerne genutzt wurde. „Unsere Besucher zeigten sich neugierig und haben uns quasi leer getrunken“, freut sich das Orga-Team über die hervorragende Annahme ihres Angebots. Ein besonderen „Gag“ gab es natürlich auch in diesem Jahr: der „Haus-Cocktail“ FCH, bestehend aus Wodka, Orangensaft und Blue Curacao, kam wie schon 2014 mächtig gut an. Dazu gab es selbstverständlich auch zünftiges Bier nebst allerlei Softdrink-Varianten. Für den großen und kleinen Hunger war in diesem Jahr der „Franken Grill“ aus Westheim zuständig. Nach türkischen Spezialitäten im vergangenen Jahr, freuten sich die Gäste diesmal genauso sehr über Burger, Bratwurst und Co.

 

Harmonie zwischen „Elotail“ und Anwohnern

 

Im Blick hatte das Team allerdings nicht nur das Geschehen auf dem Platz. Nach kleinen Unstimmigkeiten im letzten Sommer, wandten sich die Organisatoren diesmal direkt an die umliegenden Anwohner. Per Brief baten sie die einzelnen Haushalte in der vergangenen Woche um Verständnis und luden diese „auf einen Cocktail oder ein Bier“ zum „Elotail“ ein. Quittiert wurde diese Geste mit Wohlwollen, so Alex und Carina Menschow. Einige Empfänger meldeten sich sogar direkt zurück und nahmen die Einladung an. Wie übrigens auch zahlreiche weitere Gäste, deren Schul- oder Universitätszeit schon etwas länger zurücklag. Sie alle waren der Ankündigung gefolgt, die freien Eintritt ab 40 Jahren versprach.

 

Gäste aus Hammelburg, Schweinfurt und Bamberg

 

„Wir haben dem Wettergott getrotzt!“, so also das einhellige Fazit des Teams. „Schlimmer als am Samstag kann das Wetter nicht mehr werden. Wenn nicht einmal das die Leute abhält, spricht das eindeutig für das Elotail.“ Die Mühen und nicht wenigen geopferten Urlaubstage hätten sich definitiv gelohnt. In Zukunft könne es nur noch besser werden. Und in der Tat: Neben vielen angestammten Hammelburger Gästen konnten diesmal auch zahlreiche neue Besucher aus Schweinfurt und gar aus Bamberg begrüßt werden. Nicht wenige fanden den Weg in eigens gecharterten Großraum-Taxis in die Weinstadt und blieben bis zum Ende am frühen Sonntagmorgen.

 


(Foto: Benni Knüttel)

 

„Es war wieder einmal ein wunderbares und ausgesprochen friedliches Fest. Alle haben so mitgeholfen, wie man es sich nur erträumen kann. Unser Team hat alles gegeben und war absolut eingespielt. Die Gäste waren absolut gechillt und sehr cool drauf“, fassen Alex und Carina Menschow zusammen. Auch die Kooperation mit dem Musikini-Team habe erneut reibungslos geklappt. Besonderes Lob ging diesmal an den zweiten Vorsitzenden Sean Miller. Als Technikfachmann war er volle zwei Tage mit im Einsatz. „Es ist einfach super jemanden hier zu haben, der sich mit allem auskennt und stets mit Rat und Tat zur Seite steht“, sagt Alex Menschow.

 

Für die „Elotail“-Mannschaft war am Sonntag nun erst einmal aufräumen angesagt. Doch die müden Geister beginnen bereits wieder aufzublühen. „Elotail Part IV“ scheint jedenfalls nicht ausgeschlossen.
 
 

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