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Bandcountdown H2OpenAir – Runnin' Gun Blues PDF Drucken E-Mail

Von den Wasserhaus-Proberäumen war man 1994 noch weit entfernt. Damals ging „man“ noch in die Alte Schule hinter dem Roten Schloss. (Foto: privat)
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Danachgefragt, wann es überhaupt los ging, holen „Runnin' Gun Blues“ erst einmal aus – weeeeeeit aus... „Gründungsjahr 1988, zunächst unter dem Namen George & Band als Trio (vielleicht wars auch 87, aber da noch Solo + Gastmusiker) George (Mathias Uebel): Lead Vocals, Ac Git, Drumset, E-Bass, Piano Jochen Lutz: E-gitarre & Backing Vocals, E-Bass Bernhard Schramm: Keyboards & Backing Vocals, Drumset, E-Bass Erweiterung zum Quartett (ca. 1990-91): Christian Brand: E-Bass Erweiterung zum Quintett (ca:1992-1993): Reiner Blum: Drumset & Backing Vocals“, ist da in aller Ausführlichkeit über diverse Umbesetzungen zu lesen. Und auch selbst geben sie zu: „Wir haben am Anfang wie die Blöden gewechselt (fast jeden Song) und der Keyboarder hat teilweise den Bass mit den Füßen gespielt. Der Lutschi (Sascha Turtschany) und der Reiner Zink haben ab und zu mal an der E-Gitarre ausgeholfen, wenn Jochen ausfiel.“

 


Das Open Air am Zeltplatz war Kult. 1994 mischten „Runnin' Gun Blues“ bereits ganz vorne mit. (Foto: privat)

 

Spätestens jetzt ist auch dem Unwissenden klar: Hier haben wir es mit einer ziemlich bunten, wie amüsanten Runde zu tun. Und diesen Eindruck wollen sie auch am 10. September konsequent fortsetzen. „Wir können leider auch nicht in der Originalbesetzung spielen, da der Bassist leider überhaupt keine Musik mehr macht, und Jochen Lutz, der mittlerweile professioneller Tontechniker ist, schon eine festen Gig hatte, den er nicht absagen kann. Daher hilft der Lutschi an der E-Gitarre und der Mann am Drumset aus. Wir werden aber wohl wie in der Anfangszeit bei einigen Liedern wechseln.“

 

 

So viel zur aktuellen Planung. Doch wie war das eigentlich zu Beginn? Bei einer Jamsession im Aufenthaltsraum von „Woodhouse Studios“ während der Studioaufnahmen von „Lay-out“ nahm einst alles seinen Anfang. „Ich habe bemerkt, dass der Bassist von 'Lay-out' Jochen Lutz ein noch viel besserer Gitarrist ist. Da ich auch eigene Sachen neben 'Lay-out' schrieb, fragte ich ihn, ob er bei mir Gitarre spielen will, was er dann auch sehr begeistert tat“ erinnert sich „George“ zurück. Den Keyboarder kannte er schon von den Chorknaben als „genialen Musiker“ und so hätten sie zunächst „George & Band“ gegründet und sich später in „Runnin` Gun Blues“ („nach einem Song von David Bowie und weil der Name so gut zum Stil unserer Musik passte“) umbenannt. Nach einiger Zeit und mehreren Konzerten seien dann zunächst Christian Brand (ein Bekannter von Jochen Lutz) als Bassist und später Reiner Blum („Den kannte ich von einer Probe bei 'Nightmare' im Dachboden, wo wir beide Zuhörer waren. Da habe ich ihn auch gefragt ob er bei uns mitspielen will“, so „George“) als Schlagzeuger dazu. Zuvor habe man einige Drummer aus der Umgebung vorspielen lassen (bis Raum SW). „Aber irgendwie haben die es alle nicht gepackt.“

 

 

Zu ihren schönsten Erlebnissen mit der Band gehören „natürlich die Gigs im Kolpingheim“. „Dort initiierten wir übrigens zusammen mit 'Lay-out' das erste 'Heavy Christmas' am 26.12 in der Eisdiele“, erzählt „George“. Zuvor sei der Termin tabu gewesen für Konzerte. Auch an Auftritte in der Eisdiele oder auf dem Open Air in Hammelburg erinnere er sich gerne zurück. „Ein besonders schönes Erlebnis war auch ein Konzert im JUZ in Bad Neustadt (ca. 1992/93). Das war der erste Gig, bei dem Renny als Drummer mitgespielt hat.“ Damals seien sie nach etwa zweieinhalb Stunden und mehreren Zugaben mit dem Konzert fertig gewesen und hätten sich seit etwa 10-15 Min im Bandraum befunden, um den Gig abzufeiern, als sie bemerkten, dass sie den Kasten Bier auf der Bühne vergessen hatten. „Als ich mich dann raus schlich, um den Kasten zu holen, fingen auf einmal alle Gäste an Zugabe zu rufen. Die hörten dann nicht mehr auf, bis wir noch eine 3/4 Stunde Zugabe gespielt haben.“ Zu den größten Erfolgen zählen für sie aber ganz klar als Vorgruppe der „Hooters“ in Nürnberg im Serenadenhof sowie der „Cranberries“ in Erlangen gewesen zu sein. Auch der Gig als zweiter Headliner, neben Ron Spielmann, auf dem Hammelburger Open Air (Zeltplatz) 1994 oder 1995 blieb im Gedächtnis haften. Wie übrigens auch „Nightmare“, „da die 1. auf deutsch gesungen haben und es trotzdem cool klang und 2., weil der Sänger und Gitarrist von denen gegenüber von mir gewohnt hat und die da auch manchmal geprobt haben und 3., weil der Klaus mich ermutigt hat, mit meiner Musik beim Open Air HAB aufzutreten, als ich gerade mal ein Jahr Schlagzeug gespielt habe, noch ganz schüchtern war und mir gar nichts zugetraut habe. Da gabs die Musikini noch gar nicht“, schmunzelt „George“.

 


Live beim Heimspiel 2011: „Runnin' Gun Blues“ sind in ihrer Spielfreude kaum zu bremsen. (Foto: RE ON TOUR)

 

Und wie haben sich „Runnin' Gun Blues“ musikalisch entwickelt? „Schwere Frage, da es die Band als solche ja nicht mehr gibt. Ich als Musiker versuche aber einerseits meiner instrumentalen Fähigkeiten weiter zu entwickeln (soweit die Zeit bleibt), andererseits offen für Neues, Anderes zu bleiben“, so sein Fazit. „Leider fehlt mir im Augenblick meist die Zeit, dies immer umzusetzen.“ Zeit nehmen sollte sich die Musikini wiederum seines Erachtens für mehr Kontakte zu den Schulen und den Schulbands. Bandtreffen (Konzert) 2-4 mal im Jahr hält er für sinnvoll. Eventuell sei auch das Angebot von Instrumentalunterricht denkbar, so dass auch Jugendliche, die noch nicht in der Musikini sind, leichter darauf zugreifen könnten. Aushänge an Schulen (Schwarzes Brett mit solchen Angeboten) Jamsessions, Kennenlern-Nachmittagen/ Abende könnten hier helfen. Bis dahin hat jedoch auch er viele Geburtstagswünsche für die Musikini im Gepäck: „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, erfindet euch immer wieder neu und haut auf die Kacke.“

 

 

Text: Nicole Oppelt

 

 

Alle Infos zum H2Open Air hier.
 
 

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