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Frontmann Mishah und seine Crew hatten sichtlich Spaß. Photo: red Die Musikinitiative Hammelburg e.V. feierte mit den “Mighty Vibez” eine fulminante Geburtstagsparty
Zum 18. Wiegenfest hätte wohl manch Jubilar eine solche Feier geboten. Doch für gerade einmal fünf zarte Lenze war der diesjährige “Tanz in den Mai” schon eine herausragende Sache. Erst seit 2004 hat die “Musikini” ihr neues Domizil vor den Toren der Stadt. Zum “halbrunden” Geburtstag hatte sich der Verein mit der Fuldaer Band “Mighty Vibez” jedoch ein ganz besonderes Geschenk ins Haus geholt, das mehrere Hundert Gäste anzog. Sie sangen von einer “besseren Zeit”, von “Some Love” und auch von “Higher Meditation”. Das zehn Musiker starke Orchester aus der hessischen Bischofsstadt bot mit seinem über zwei Stunden andauernden Auftritt wohl das längste Geburtstagsständchen, das Hammelburg je gehört hat. Mehr als hundert Konzerte und DJ-Abende hat das Wasserhaus in den letzten fünf Jahren beherbergt. Über 15.000 Besucher bevölkerten das Gelände. Doch am Vorabend des ersten Mai schien das Vergangene noch einmal gebündelt hervorzutreten. Von der ersten Minute an konnten die “Mighties” mit ihrer bunten Mischung aus Reggae, Dancehall, Hip Hop und Ska überzeugen und die unzähligen Gäste, die unentwegt in den kleinen Club drängten, zum Tanzen animieren. Gemeinsam mit ihnen hatten sie sich vorgenommen, das mit viel Liebe und außerordentlichem Einsatz errichtete Wasserhaus hoch leben zu lassen. “Wir wollen mit Euch eine abgefahrene Fete feiern”, ließen sie ihr Publikum bereits zu Beginn der Veranstaltung wissen. Gelungen war ihnen das auf Anhieb.
Tanzen bis der Arzt kommt: Das war an diesem Abend Programm. Photo: red Bereits zum zweiten Mal waren die “European Reggae Newcomer 2006″ an diesem Abend im Wasserhaus zu Gast. Hatten sie im vergangenen Jahr noch vor einer relativ bescheidenen Anzahl von Zuhörern ihr professionelles Können zum Besten gegeben, bescherte ihnen die Traditionsveranstaltung im Kalender der Hammelburger Musikliebhaber nun eine derart große Anzahl an Zuhörern, dass die, selbst in Österreich, der Schweiz und Italien unterwegs gewesene Formation nun nur noch erstaunt in die Menge blicken konnte. “Wir geben immer 180 Prozent”, betonten sie zwar mit Blick auf das letzte Engagement in der Weinstadt. Doch die Freude über derart großen Zuspruch war den acht Herren und zwei Damen deutlich von den strahlenden Gesichtern abzulesen. Der Spaß, den die Künstler auf der Bühne hatten, übertrug sich konsequent in den Zuschauerraum. Und mit ihrer gelungenen Auswahl an Titeln aus den beiden Alben “We Comin Around” (2008) und “Open Minded” (2005) boten sie genau das, was sich wohl jedes Geburtstagskind nur wünschen konnte: Lautstarke Jubelrufe und Sprechchöre, viele verschwitzte Hemden und vor allem eines, überglückliche Menschen, die sich auch mal spontan in die Arme fielen. Die Hammelburger Szene weiter ausbauen
Bis in die frühen Morgenstunden wurde getanzt. Photo: red “Es gibt keine Pause für Euch”, forderten die Frontmänner Mishah und Paul Position zu immer höheren Tanzleistungen heraus. Die Hoffnung der Musikinitiative, so noch viele weitere Menschen für das Kleinod an der “Einfahrt Ost” begeistern zu können, schien sich zu erfüllen. Das Ziel für die nächsten fünf Jahre Wasserhaus stand jedenfalls schon am Ende des Abends fest: “Wir wünschen uns, ein attraktives Programm zu machen und die Szene, die es nun in Hammelburg und Umgebung gibt, weiter auszubauen”, fasste der erste Vorstand, Steffen Lömmer die Bestrebungen zusammen. Gemeinsam mit seinem Team freute er sich am Vorabend des ersten Mai viele alte, aber auch neue Gesichter begrüßen zu dürfen. Die Glückwünsche, die er stellvertretend für die “Musikini” in Empfang nahm, vergaß er deshalb auch nicht an die vielen ehrenamtlichen Helfer, die Jahr für Jahr unzählige Stunden für ihren Verein aufbringen, weiterzugeben. “Mein Dank gilt ihnen und selbstverständlich auch dem Publikum”, betonte er nachhaltig. “Wir hoffen, dass sie uns auch weiterhin die Treue halten und natürlich viele weitere hinzu kommen.” Erste Schritte das Vereinsleben noch weiter auszugestalten seien bereits angegangen worden. Mächtig ins Zeug gelegt hatten sich die Mitglieder nämlich nicht nur mit den aktuellen Special Guests, sondern schon vor dem großen Tag. Nach gerade einmal zwei Wochen Bauzeit ziert nun ein schmucker Pavillon das Außengelände, der Lust auf die kommenden Außenaktivitäten wie zum Beispiel die neue “Fahrradkino-Reihe” machen soll. Außerdem gäbe es in diesem Sommer nicht nur einen “Szenetalk der IG Rock”, mit dem man sich bemühe, allen Musikschaffenden ein Forum zu bieten, sondern auch erste Gespräche mit dem Verein zur Förderung von Jugendveranstaltungen e.V. aus Bad Kissingen. Denn für Kooperationen jeglicher Art habe man jederzeit ein offenes Ohr. “Eine schönere Geburtstagsparty kann man kaum machen.”
“Eine schönere Geburtstagsparty kann man kaum machen!”. Photo: red “Die Party hat uns auf jeden Fall große Freude gemacht”, ließen die Mighty Vibez schon kurz nach ihrem Auftritt verlauten. Und auch Vorstandsmitglied Martin Haun zeigte sich rundum zufrieden: “Für so einen Abend schuftet man das ganze Jahr”, verlieh er seiner Begeisterung Ausdruck. Dem konnte sich das Publikum nur anschließen. So manch einem fiel es sichtlich schwer in Worte zu fassen, was ihm das Wasserhaus bedeute. Doch in einer Angelegenheit waren sich alle einig: “Eine schönere Geburtstagsparty kann man kaum machen und Du wirst heute Abend nirgends so eine geile Stimmung finden wie hier”, zogen sie noch in den frühen Morgenstunden Resümee. In diesem Sinne: Herzlichen Glückwunsch, Wasserhaus und auf die nächsten fünf! Text: Nicole Oppelt 5 Jahre Wasserhaus in Zahlen: - der Verein hat mittlerweile 328 Mitglieder - über 100 Konzerte und DJ-Abende wurden seit der Eröffnungsparty am 24.4.2004 veranstaltet - mehr als 15.000 Besucher strömten seither hinein - 7 Jahre nahmen die Planungs- und Bauarbeiten in Anspruch - 80 ehrenamtliche Helfer waren am Umbau, der am 1.2.2002 gestartet wurde, beteiligt - 6500 Arbeitsstunden stecken im neuen Domizil - 10.000 Stunden gehen bis 2009 auf das Konto der vielen Helfer - 9 Bands haben derzeit in den 4 Proberäumen ihre Zelte aufgeschlagen - 40 junge Musiker nutzen die Einrichtung
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