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Die Musikintiative Hammelburg feierte 2006 ihr 20 jähriges Vereinsjubiläum. In dieser Zeit ist viel passiert. Steffen Lömmer und Thomas Nerreter duchforschten das Pressearchiv.

 

„Sie wollen auf die Pauke hauen, können aber nicht so, wie sie wollen. Sie, das sind die vielen freien Musiker der Saalestadt, die ihre Rock-, Pop- oder Jazzmusik zwischen Heizungsrohren, im Keller der Eltern und Freunde oder an einem anderen, dafür ungeeigneten Ort einstudieren müssen. Denn in Hammelburg ist seit vielen Jahren ein Problem ungelöst: Die Gruppen haben keinen gemeinsamen Proberaum, in dem sie ungestört ihre Stücke durchspielen und die Instrumente auch stehen lassen können.“


So begann ein Zeitungsartikel im Frühjahr 1986 der die damalige Situation in Hammelburg darstellte.
Nun, gut 20 Jahre später, haben die Musiker mit den Räumen der Musikinitiative seit langem eine Heimstatt in der sie ungestört proben können. Doch von den Anfängen bis zum heutigen Vereinsheim Wasserhaus war es ein langer Weg.


Am 19.07.1986 fanden sich 24 Musiker und Musikinteressierte im Jugendzentrum zusammen um etwas in Hammelburg bisher nie da Gewesenes zu schaffen: Ein Verein zu Förderung der Rockmusik wurde gegründet. Mit der Gründungsversammlung erhielt der Verein seinen Namen: Musikinitiative Hammelburg e.V.


Anlässlich des FC-Weinfestes fand mit „Rock im Zelt“ am 05.09.1986 die erste Veranstaltung des noch jungen Vereins statt. Damals traten Flying Toastbreads, Lay Out, Nightmare, Tamara und Double UC auf und begeisterten 600 Zuschauer.  
Nach dem Freiwerden der Alten Volksschule erfüllte sich nun auch der lang gehegte Wunsch eines gemeinsamen Proberaums für alle Hammelburger Bands zu unterhalten.


 

Über das Mai-Wochenende ´87 besuchten 23 Mitglieder inklusive der drei letztgenannten Bands die Hammelburger Partnerstadt Turnhout um mit belgischen Musikern Kontakte zu knüpfen. Höhepunkt der Reise war die Tatsache, dass einige Songs unserer heimischen Bands im belgischen Radio gespielt wurden. Im Gegenzug trafen im September einige Belgier samt Band in Hammelburg ein, um am deutsch-belgischen Rockabend teilzunehmen.

 


Doch etwas früher in diesem Jahr sollte eine große Tradition ihren Anfang nehmen: Das erste Hammelburger Open-Air fand am letzten Juli-Wochenende am Jugendzeltplatz statt. Damals gastierten neben vielen einheimischen Bands auch die Fuckin Kius Band.
Schon 1990 trat die Musikini der 1989 gegründeten „Arbeitgemeinschaft bayerischer Musikinitiativen“ (ABMi) bei, um die Verbindungen zu anderen Inis zu intensivieren. Seit 1997 amtiert der langjährige MuIni-Vorsitzende Christof Hirt als 1. Vorsitzender der ABMi.


Der Grundstein für eine bis heute anhaltende Tradition wurde Weihnachten 1990 gelegt, als die erste X-Mas Party im Kolpingheim stattfand. Noch heute gehört diese Veranstaltung zu den Highlights im Musikini-Jahr. 


Bis ins Jahr 1988 fanden die Open-Airs in alter Form auf dem Jugendzeltplatz statt, 1989 folgte dann der Umzug auf den Bleichrasen. Bei diesem Open-Air konnte dem Publikum mit Kirsche & Co auch eine Gruppierung aus „dem anderen Deutschland“ geboten werden, darüber hinaus gastierten erstmals Boppin B (Chart-Erfolg 2005„We can leave the world“) in Hammelburg. Boppin´ B besuchte daraufhin die Saalestadt noch drei weitere Male, so zum Beispiel beim Open-Air 1993. Trotz großer Widrigkeiten im Vorfeld, den Lärmschutz betreffend (Anhörung im Stadtrat) konnte 1991 ein Open-Air durchgeführt werden. Im darauf folgenden Jahr wurde ein Sommfest statt dem Open-Air veranstaltet, da dieses sich nicht realisieren ließ. Im Jahr 1993 konnte wieder ein Open-Air initiiert werden, welches allerdings am Jugendzeltplatz stattfand, was bis 1999 andauern sollte. In diesem Jahr wurde das Open-Air erstmals unter dem Namen „Castle Rock“ auf der Schlossbühne ausgerichtet. 2002 und 2003 folgte die Rückkehr auf den Jugendzeltplatz, wo vor allem 2002 das Line-Up mit Skalamanda, Tagtraum und den Wohlstandskindern bestechend war. Das 17. und bisher letzte Open-Air ereignete sich dann wieder auf der Schlossbühne, wo besonders die Auftritte der heimischen Legende Nightmare und den Berliner Ausnahmemusikern von den Space Hobos hervorzuheben sind. Möglicherweise wird es im kommenden Jahr wieder ein Open-Air, allerdings ein kleinerer Form, geben.


 

  
Mit der Gründung der Interessengemeinschaft Unterfranken (IG Rock) 1997 in Hammelburg konnte ein Dachverband der unterfränkischen Musikinitiativen geschaffen werden. Diese erste Interessengemeinschaft auf Bezirksebene war der Anstoß für andere Regierungsbezirke auch derartige Dachverbände zu gründen. Des Weiteren spielte der Bezirk Unterfranken auch bei der Einrichtung eines Popularmusikbeauftragten eine Vorreiterrolle. Auch auf Bestreben der IG Rock und der Musikini Hammelburg hin wurde diese Stelle 2001 installiert. Seit 2001 hat Peter  Näder diese Stelle inne.

 


Das alte Musikinibüro in der Bahnhofstraße in HammelburgAber auch andere Projekte nahm die Musikinitiative in Angriff. So stand im Oktober 1994 die Möglichkeit im Raum, die ehemaligen Gebäude der Schreinerei Mai in der Turnhouterstraße als Vereinsheim zu nutzen. Aber schon im Dezember gleichen Jahres zerplatzte der Traum auf Grund städtebaulicher Maßnahmen. Das angestrebte Projekt wurde im November 1995 wieder aufgerollt, vor Jahresende jedoch nach Gesprächen mit den einzelnen Fraktionen endgültig zu Grabe getragen. Zum Jahresbeginn 1996 eröffnete die Musikini ihr Büro in einem leer stehenden Raum der „Diele“. Als diese jedoch nach einem fulminanten Abschiedskonzert Ende April 1998  ihre Pforten schloss, bedeutet bedeutete dies auch das Ende für das Musikinibüro. Daher und auf Grund der nun fehlenden Veranstaltungsräumlichkeiten wurde das Bestreben nach einem eigenen Vereinsheim immer stärker.

 

 

Eine scheinbar unendliche Geschichte nahm ihren Lauf. Bei Anfrage an den Stadtrat ergaben sich drei Möglichleiten: Das alte Hammelburger Kaufhaus („Ihr Platz“), das Hemberger Haus am Bleichrasen und das „Wasserhäuschen“ im Baugebiet Hohenstein. Die Nutzung der Räumlichkeiten im Kaufhaus war jedoch mit hohen Investitionsmaßnahmen verbunden und zudem auf zwei bis drei Jahre begrenzt. Das Hemberger Haus fiel, auch auf Grund mangelhafter Bausubstanz, der Altstadtsanierung zum Opfer. Somit blieb nur noch der Umbau des „Wasserhäuschens“. Die  Idee zur Nutzung des „Wasserwerks“ war bereits 1997 geboren worden. Allerdings waren noch zahlreiche Hürden zu nehmen, denn selbst mit der einstimmigen Abtretung des „Pumphäuschen“ durch den Stadtrat am 6.12.1999 konnten noch keine Baumaßnahmen beginnen. Das Ziel der Baugenehmigung rückte 2001 mit der Auflassung des Wasserschutzgebietes näher. Dennoch standen weitere Probleme bevor, vor allem die Straßen- und Abwasseranbindung bereitete Schwierigkeiten. Nach deren Lösung konnten bereits im Dezember selben Jahres Zuschüsse des Bayrischen Jungendrings und der Stadt zugesichert werden. Nachdem die Baugenehmigung erteilt und die Finanzierung gesichert war, konnten die Baumaßnahmen am 01.02.2002 begonnen werden. Für die Fertigstellung war der Herbst 2002 vorgesehen.  


Die anvisierte Fertigstellung musste durch planungsrechtliche Probleme nach hinten verschoben werden. Mit der Eröffnungsparty am 24.04.2004 konnte man nach sieben Jahren Planungs- und Bauarbeiten die Pforten auch für Besucher öffnen. Für den Umbau wurden 6500 Helferstunden von 80 arbeitenden Mitgliedern aufgebracht. Nun kann man im Erdgeschoß den Veranstaltungssaal mit Bühne, Cafeteria und Küche für Veranstaltungen nutzen. Das Kellergeschoß beherbergt ein Büro und vier Probenräume, welche derzeit mit neun Bands voll ausgelastet sind. Aus den 24 Gründungsmitgliedern sind inzwischen 258 (Stand 30.08.2006) geworden, womit die Musikini Hammelburg eine der größten Musikinitiativen Bayerns darstellt. 
 
Seit  1986 ist viel passiert. Der besondere Dank der jetzigen Vorstandschaft gilt denjenigen, welche den Verein durch gute und schlechte Zeiten geführt haben (chronologisch): Heide Gerlach, Barbara Oppermann, Stephan Meurer, Christof Hirt, Alexander Stolz, Markus Schneider, Sebastian Vogler, Steffen Lömmer, Burkhard Fenn, Daniel Wolf und dem amtierenden ersten Vorsitzenden Sean Miller.

 
 

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